Auf unseren Feldern neigt sich die Ernte dem Ende. Eines der wenigen Produkte, die wir jetzt noch bis spät ins Jahr ernten können ist der Feldsalat. Seine späte Ernte sorgt immer für Erstaunen bei den Kunden im Supermarkt: „Wie, der kommt noch von der Mosel!?“ Dabei ist der Anbau nicht so problematisch wie viele denken.

Feldsalat

Ein Aussäen ist selbst im Spätherbst noch möglich, wenn im Freiland schon mit Minusgraden gerechnet wird. So brauchen Sie selbst an kühleren Herbsttagen nicht auf frischen Salat aus dem eigenen Garten verzichten. Dann ist allerdings wichtig, dass die Aussaat an einem sonnigen Standort erfolgt; andernfalls tut sich selbst der sehr robuste Feldsalat schwer.


Zwei Mal im Jahr In der Regel wird Feldsalat im Hausgarten zweimal im Jahr angebaut; im April und im Spätherbst. Eine Aussaat als so genannte Zwischenfrucht im Sommer stellt aber auch kein Problem dar. Dabei gedeiht der Feldsalat besonders gut im Balkonkasten. Im Freiland bevorzugt er kalkhaltige Lehmböden und sonnige Lagen. Feldsalat zählt zu den Dunkelkeimern, das heißt, er wird ca. 2 cm tief in einer kleinen Erdrille gleichmäßig ausgestreut und von Erde bedeckt. Die Erde ist leicht festzutreten bzw. anzudrücken.


Damit sich die Pflanzen nach dem Aufgehen prächtig entwickeln können, sollte man die Samenkörner nicht zu dicht in die Pflanzrille aussäen. So ersparen sie sich ein späteres Vereinzeln der Pflanzen. Anbau im Herbst ist unproblematisch Beim späteren Wachstum des Feldsalates ist auf eine ausreichende Feuchtigkeit zu achten. Bei Feldsalat, der im Herbst ausgesät wird, verfügt der Boden in der Regel über genügend Feuchtigkeit. In Kombination mit der durch Taubildung entstehenden Feuchtigkeit ist eine zusätzliche Bewässerung im Spätherbst beim Feldsalat überflüssig. Genauso anspruchslos wie bei der Bewässerung ist der Feldsalat gegenüber Dünger. Im Prinzip benötigt er keine Düngung. Ein Entfernen von konkurrierenden Beikräutern genügt dem Feldsalat, um sich zu entwickeln.


Mit zunehmender Kühle zum Winter sollte man den Feldsalat allerdings mit einem Gartenflies abdecken. Dann kann man den Feldsalat sogar noch in milden Wintertagen ernten. Neben Blattläusen, die man sehr einfach und natürlich mit Brennnesseljauche bekämpfen kann, machen Vögel dem Salat gerne zu schaffen. Mit einem Netz über der Kultur sind diese aber auch kein Problem. Die „Eist Uebst-Us Uebscht“–Gärtner wünschen viel Freude und einen langanhaltenden Ernteerfolg beim Feldsalat!

Andreas Löbke


P.S.: Wenn Sie den Feldsalat portionsweise, am besten mit einer Schere abschneiden, achten Sie bitte darauf, dass Sie die Schere nicht zu tief ansetzten. Feldsalat wächst so mehrfach nach.

 

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