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Wenn sich die winterliche Jahreszeit nach und nach verabschiedet und der Frühling im Anmarsch ist, dürfen
sich Hobbygärtner und -botaniker in aller Ruhe wieder auf die schönste Zeit des Jahres vorbereiten: die
Gartensaison. Mit einem schönen und geplegten Rasen steht und fällt bekanntlich alles, wenn es um die
heimischen Außenanlagen geht. Und so spielt das Rasen düngen im Frühjahr eine sehr wichtige Rolle.

Foto 201604 06 Rasen im Mittelpunkt

Vor dem Düngen kommt die Pflege...
Fakt ist, dass Kälte, Eis und Schnee auch an einem sonst eher
unempfindlich anmutenden Rasen keineswegs spurlos
vorübergehen. Ganz im Gegenteil, denn sowohl das Wurzelwerk, als
auch die einzelnen Grashalme hatten buchstäblich über viele Wochen
hinweg eine "schwere Last" zu tragen.
Umso wichtiger ist es da, dem Rasen zu Beginn eines jeden
Jahres eine ganz besondere Pflege angedeihen zu lassen, um ihn auf
ein optimales Wachstum vorzubereiten.
Idealerweise beginnt man in diesem Zusammenhang mit einem
"erfrischenden" Rasenschnitt, wobei allerdings die Schnitthöhe die
5 cm-Marke nicht unterschreiten sollte. Im Anschluss daran
empfiehlt es sich, den Rasen von abgestorbenen Pflanzenteilen
sowie von alten, faulenden Moosresten zu befreien, um dem Grün
endlich wieder die "Luft zum Atmen" zu geben, die es so dringend
benötigt. Auf diese Weise wird die beste Grundlage für einen
optimalen "Neustart" geschaffen.
Die perfekte Rasen-Dünge-Pflege setzt sich wie folgt zusammen:
• Rasenschnitt
• Moos und abgestorbene Halme entfernen
• Rasen trocknen lassen
• Vertikutieren
• Kanten schneiden
• Rasen düngen
• bei Bedarf Rasensamen aussäen
• Rasen "ruhen", wachsen und gedeihen lassen
Nun, da der Rasen "frei" ist für eine zielgerichtete Pflege und
diese somit "ungehindert" bis ins Wurzelwerk vordringen kann, sollte
das Düngemittel wohldurchdacht gewählt sein. Idealerweise kommt
Langzeitdünger zum Einsatz. Denn nach einer "belastenden"
Winterphase und einer daran anschließenden "strapaziösen" Pflege
ist es nicht wirklich sinnvoll, Düngemittel zu verwenden, welche die
Wirkstoffe direkt und unmittelbar an den Rasen abgeben.
Der so genannte Langzeitdünger zeichnet sich in erster Linie
dadurch aus, dass er die gespeicherten Nähr- und Wirkstoffe nach
und nach - auf schonende Art und Weise - an die Gräser abgibt.
Düngen ist nicht gleich düngen
Wichtig ist allerdings die gleichmäßige Verteilung des Dünggutes. Erfahrene
Rasenprofis wissen, dass die Regelmäßigkeit des Düngens von
verschiedenen Faktoren abhängt. Vor allem sind die Beschaffenheit und die
Sorte des Rasens, die Frequentierung (Freizeitrasen, häufige Nutzung,
Spielfläche etc.) sowie die durchschnittliche Schnitthöhe zu berücksichtigen.
Gleichwohl spielt in dieser Hinsicht freilich auch das Düngemittel
selbst eine Rolle. Denn je höher der Wirkstoffanteil, desto seltener
kann in der Regel gedüngt werden. Üblicherweise wird ein Rasen etwa
drei bis vier Mal pro Jahr gedüngt.
Hier das ganze nochmal in Kürze zusammengefaßt.
• Wenn der Rasen im Frühling mit dem Wachsen beginnt, ist es Zeit,
ihm ein paar Pflegeeinheiten zu gewähren. Nach dem ersten
Rasenschnitt (Schnitthöhe nicht unter 5 cm), sollte er vertikutiert
werden, um abgestorbene Pflanzenteile, Moos und Blätter zu entfernen.
• Der Rasenfilz hindert den Rasen am Wachsen, er muss weg. Der
Rasen wird belüftet, Bodennässe verhindert. Gleichzeitig werden Moose
und Schadpilze gehemmt.
• Es macht keinen Sinn, einen nassen Rasen zu vertikutieren. Er sollte
gut abgetrocknet sein. Nach der Pflegemaßnahme sieht der Rasen oft
unansehnlich aus. Da aber nur noch gesunde, Kräftige Gräser
vorhanden sind, gibt sich das schnell.
• Vertikutiert wird immer nur in eine Richtung. Das Gerät muss so
eingestellt sein, dass weder der Boden verletzt, noch die Grasnarbe
geschädigt wird.
• Nach dem Vertikutieren ist es Zeit für die Frühjahrsdüngung. Man
verwendet nur Rasendünger. Es gibt spezielle Dünger für das Frühjahr.
Ideal sind Langzeitdünger, da sie ihre Nährstoffe sehr langsam und
gleichmäßig an die Gräser abgeben.
• Zur Ausbringung ist am besten ein Düngewagen zu verwenden, weil
man so den Dünger ganz genau dosieren kann. Die Menge steht auf der
Verpackung und sollte unbedingt eingehalten werden.
• Der ideale Zeitpunkt zum Düngen ist ein trüber regnerischer Tag. So
kommt es nicht zu Verbrennungen und der Dünger gelangt schnell zu
den Gräserwurzeln.

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