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In diesen Tagen reifen die Beeren des schwarzen Holunders und warten darauf, geerntet zu werden. Oft bleiben die
Beeren aber an den Sträuchern, weil viele unsicher sind, ob die Beeren genießbar sind und wie man sie verwendet.

Schwarzer Holunder

 

In unseren Plantagen von „Eist Uebst – Us Uebscht“ bauen wir selbst keinen
Holunder gezielt an. Oft ist er im Randstreifen unserer Felder, in
Hecken oder im Übergang zum Wald oder Bachläufen anzuinden. Durch
den typischen Holundergeruch ist er meist schon von Weitem zu erkennen.
Auf Grund seiner wertvollen Inhaltsstoffe – vor allem viel Vitamin C –
ist der schwarze Holunder für eine gesunde Ernährung empfehlenswert
und wird gegen verschiedene Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt.
Wenn es unsere Apfelernte in diesen Tagen zeitlich zulässt, plücken
wir die reifen Holunderbeeren sehr gerne, um Marmeladen, Gelee,
Sirup oder Saft aus den Beeren zu machen.


Sambunigrin ist giftig
Bei der Ernte ist allerdings sehr wichtig, dass diese voll ausgereift und
schwarz sind. Unreife Beeren enthalten wie die Blätter, Stiele und Rinde
des Strauchs den Giftstoff Sambunigrin, der zu Erbrechen, leichten
Krämpfen und Durchfall führen kann.
Reife Früchte sind fast zu 100 % frei von Sambunigrin. Das bedeutet,
dass empindliche Menschen trotzdem vorsichtig mit dem Rohverzehr
sein sollten. Es empiehlt sich, die Früchte für kurze Zeit über 80 °C zu
erhitzen und so das Sambunigrin und andere unbekömmliche Stoffe
unschädlich zu machen.

Auch empiehlt es sich, die Früchte unverzüglich nach der Ernte zu
verarbeiten, da es sonst zu einer unkontrollierten Gärung kommen
kann, die die Beeren ungenießbar machen.


Holunder im eigenem Garten
Der schwarze Holunder ist als Gehölz sehr anspruchslos und bleibt mit
Ausnahme von Blattläusen von fast allen Krankheiten und Schädlingen
verschont. Was viele nicht wissen ist, dass es neben der Wildform des
schwarzen Holunders auch viele gezüchtete Holundersorten gibt, die für
den eigenen Garten vorteilhafter sind als die Wildform.
Sie sind deutlich größer, reifen einheitlicher und haben meist auch
einen höheren Gehalt an Farbstoff und Mineralstoffen. Mitunter gibt es
auch Holundersorten, die schon im August reifen.
Die „Eist Uebst – Us Uebscht“-Gärtner wünschen Ihnen viel
Freude bei der Ernte und Verarbeitung der Holunderbeeren. Denn
reife und verarbeite Holunderbeeren sind ein Genuss und viel zu
schade, als dass sie an den Sträuchern und Bäumen verfaulen.
Andreas Löbke

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