Da gibt es Planzen, die sind einfach immer schön. Doch am allerschönsten ist es, wenn man sogar noch gegen Ende des Jahres „Material“ indet für die Weihnachtsdeko, den Adventskranz oder einfach nur so.

Denke ich an die Verschönerung des Adventskranzes zu Weihnachten, da fallen mir zuerst die großen Walnüsse ein, die ich im Herbst so fleißig gesammelt habe. Da kann man doch ein paar auf die Seite legen, anmalen oder auf den Weihnachtsbaum hängen. Doch nicht nur Walnüsse, Eicheln und Tannen- oder Kiefernzapfen lassen sich schön verwenden, sondern auch noch ganz viele andere Samen- und Blütenstände kann man zweckentfremden und als Dekorationsmaterial recyceln. Jedoch nur, wenn man im Herbst nicht übereifrig alles Verblühte, Braune und weniger Schöne weggeschnitten hat.


Die Mondviole (Lunaria rediviva) bildet beispielsweise silbrige, pergamentartige Schoten, die nicht nur im Garten einen echten Hingucker darstellen, sondern auch gerne zur Dekoration verwendet werden. Die Mondviole ist in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen, etwas bekannter hingegen ist die Lampionblume, die im Garten aufgrund ihrer starken Vermehrung durchaus lästig werden kann. Aber die roten Lampions sind trotzdem nett und bringen Farbe ins Wohnzimmer.


Aber auch die roten Früchte der Hagebutte können beispiels weise verwendet werden. Eher von der stacheligen Sorte sind die Samenstände von Mannstreu (Eryngium) . Der Sonnenhut (Echniacea) bildet feste, runde Samenstände. Etwas „weichere“ Samenstände bilden verschiedene Gräser aus, etwa das Lampenputzergras (Pennisetum) oder die weißen Büschel der Anemonen, die fast wie Wattebäusche aussehen.

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Sehr schön ist auch das Plattährengras, welches große, flache Ähren bildet, die locker an den Grashalmen hängen und die man beispielsweise auch um Kränze binden kann. Kränze lassen sich aber auch mit den Fruchtständen der echten Waldrebe (Clematis) sehr schön verzieren. Diese wirken sehr filigran und können auch als Tischläufer verwendet werden.


Weniger bekannt in unseren Gärten ist der Hopfen (Humulus) mit seinen kleinen „Zäpfchen“. Er eignet sich ebenfalls aufgrund seiner langen Triebe recht gut zum Binden von Kränzen. Wie kleine Schirmchen sehen die trockenen, abgeblühten hohen Fetthennen (Sedum) aus, die ganz einfach in Gläser, Vasen oder in Gestecke beigefügt werden können.


Ob stachelig, kugelig und rund, weich, groß oder klein, der Garten bietet selbst im Winter hervorragendes Bastel- und Dekorationsmaterial, welches gerade zu Weihnachten doch gut gebraucht werden kann. Man muss sich eben einfach überwinden, trotz Nieselregen oder Nebelschwaden eine kleine Tour durch den Garten zu machen. Mit etwas Phantasie oder Kreativität lässt sich aus fast allem etwas Nettes basteln.


Dipl. Ing. der Landschaftsarchitektur
Nadine Weirich
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